Sicherheitspersonal, das bereits mit PON-Netzwerken gearbeitet hat, kennt grundsätzlich die ONU, ein Zugriffsgerät, das in PON-Netzwerken verwendet wird und dem Zugangsschalter in unseren üblichen Netzwerken entspricht.
Das PON-Netzwerk ist ein passives optisches Netzwerk. Es wird als passiv bezeichnet, da die Glasfaserübertragung zwischen ONU und OLT keine Stromversorgung benötigt. Das PON-Netzwerk nutzt eine einzelne Glasfaser zur Verbindung mit dem OLT, welches wiederum mit der ONU verbunden ist.
Die ONU für Überwachungszwecke weist jedoch einige Besonderheiten auf. Beispielsweise ist die kürzlich von Sushan Weida vorgestellte ONU-E8024F mit PoE-Funktion eine industrietaugliche 24-Port-100M-EPON-ONU. Sie ist für einen Betriebstemperaturbereich von -18 °C bis +55 °C geeignet und somit ideal für intelligente Systemüberwachung und Sicherheitsanwendungen mit einem breiten Temperaturspektrum. Diese Eigenschaft ist bei herkömmlichen ONUs nicht gegeben. Üblicherweise verfügen ONUs über einen PON-Port, während die ONU-E8024F zusätzlich einen PoE-Port besitzt. Dies erhöht nicht nur die Flexibilität der Vernetzung, sondern spart auch ein separates Netzteil für die Überwachungskamera.
Der größte Unterschied zwischen einer herkömmlichen ONU und einer PoE-fähigen ONU besteht darin, dass erstere lediglich als optische Netzwerkeinheit zur Datenübertragung dient. Die PoE-fähige ONU hingegen kann nicht nur Daten übertragen, sondern die Kamera über ihren PoE-Anschluss auch mit Strom versorgen. Dies mag auf den ersten Blick keine große Änderung sein, ist aber in bestimmten Umgebungen, wie beispielsweise bei rauen Bedingungen, wenn keine Tunnel für die Stromversorgung verlegt werden können oder die Stromversorgung ungünstig ist, äußerst vorteilhaft.
Ich denke, das ist der Unterschied zwischen PON im Bereich Breitbandzugang und -überwachung. Selbstverständlich kann die ONU mit PoE-Funktion auch im Breitbandbereich eingesetzt werden.
Obwohl der Einsatz des PON-Zugriffsmodus bei der Überwachung derzeit noch nicht sehr weit verbreitet ist, lässt sich absehen, dass mit der Entwicklung sicherer und intelligenter Städte die Nutzung des PON-Zugriffsmodus zur Selbstverständlichkeit werden wird.
Veröffentlichungsdatum: 15. Februar 2022
