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Wie testet man Glasfaser-Transceiver?

Mit dem Ausbau des Netzwerks und dem technologischen Fortschritt sind zahlreiche Hersteller von Glasfaserkomponenten auf den Markt gekommen, die sich Marktanteile sichern wollen. Da diese Hersteller eine Vielzahl von Komponenten produzieren, liegt ihr Ziel darin, qualitativ hochwertige und untereinander kompatible Komponenten herzustellen, damit Kunden verschiedene Komponenten unterschiedlicher Hersteller kombinieren können. Dies ist vor allem auf Kostenaspekte zurückzuführen, da viele Rechenzentren stets nach kostengünstigen Lösungen für ihre Netzwerke suchen.

Optische TransceiverTransceiver sind ein wichtiger Bestandteil von Glasfasernetzen. Sie wandeln Signale um und übertragen sie über das Glasfaserkabel. Sie bestehen aus zwei Hauptkomponenten: einem Sender und einem Empfänger. Für Wartung und Fehlersuche ist es wichtig, potenzielle Probleme vorherzusagen, zu testen und zu identifizieren. Manchmal lässt sich bei einer Verbindung, die die erwartete Bitfehlerrate nicht erreicht, nicht auf den ersten Blick erkennen, welche Komponente das Problem verursacht. Es könnte am Kabel, am Transceiver, am Empfänger oder an beiden liegen. Generell sollte die Spezifikation gewährleisten, dass jeder Empfänger mit jedem Sender – auch unter ungünstigsten Bedingungen – einwandfrei funktioniert und umgekehrt jeder Sender ein Signal von ausreichender Qualität liefert, um von jedem Empfänger – auch unter ungünstigsten Bedingungen – empfangen zu werden. Die Definition der ungünstigsten Bedingungen ist oft am schwierigsten. Üblicherweise werden die Sender- und Empfängerkomponenten eines Transceivers jedoch in vier Schritten getestet.

Glasfaser-Transceiver-Module

Bei der Prüfung des Senderteils werden unter anderem die Wellenlänge und die Form des Ausgangssignals geprüft. Die Prüfung des Senders erfolgt in zwei Schritten:

Die Lichtleistung des Senders muss mithilfe verschiedener Lichtqualitätsmetriken geprüft werden, darunter Maskentests, optische Modulationsamplitude (OMA) und Extinktionsverhältnis. Die Prüfung erfolgt mittels Augendiagramm-Maskentest, einer gängigen Methode zur Visualisierung von Sendersignalformen und zur Beurteilung der Gesamtleistung des Senders. In einem Augendiagramm werden alle Kombinationen von Datenmustern auf einer gemeinsamen Zeitachse überlagert, typischerweise mit einer Breite von weniger als zwei Bitperioden. Der Empfangstest ist der komplexere Teil des Prozesses, umfasst aber ebenfalls zwei Testschritte:

Der erste Teil des Tests dient der Überprüfung, ob der Empfänger das Signal schlechter Qualität erfassen und umwandeln kann. Dazu wird dem Empfänger ein Lichtsignal schlechter Qualität gesendet. Da es sich um ein optisches Signal handelt, muss es mithilfe von Jitter- und optischen Leistungsmessungen kalibriert werden. Ein weiterer Teil des Tests prüft den elektrischen Eingang des Empfängers. Hierbei sind drei Arten von Tests durchzuführen: ein Augenmaskentest, um eine ausreichend große Augenöffnung sicherzustellen; ein Jittertest zur Prüfung verschiedener Jitterarten und der Jittertoleranz; sowie ein Test der Fähigkeit des Empfängers, Jitter innerhalb seiner Schleifenbandbreite zu kompensieren.


Veröffentlichungsdatum: 13. September 2022