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Der aktuelle Betrieb des DCI-Netzwerks (Teil zwei)

3 Konfigurationsmanagement

Während der Kanalkonfiguration sind die Konfiguration von Diensten, logischen Verbindungen der optischen Schicht und der virtuellen Linktopologie erforderlich. Wenn ein einzelner Kanal mit einem Schutzpfad konfiguriert werden soll, wird die Kanalkonfiguration komplexer, und auch die nachfolgende Konfigurationsverwaltung gestaltet sich aufwendiger. Allein für die Verwaltung der Kanalrichtung ist eine separate Diensttabelle erforderlich, in der die Geschäftsrichtungen durch durchgezogene und gestrichelte Linien unterschieden werden müssen. Bei der Zuordnung von OTN-Kanälen zu IP-Verbindungen, insbesondere bei OTN-Schutz, muss eine IP-Verbindung mehreren OTN-Kanälen zugeordnet sein. Dies erhöht den Verwaltungsaufwand und die Komplexität der Verwaltung, was wiederum die Anzahl der benötigten Excel-Tabellen erhöht. Um alle Geschäftselemente vollständig zu verwalten, sind bis zu 15 Tabellen erforderlich. Möchte ein Techniker eine bestimmte Verbindung verwalten, muss er die entsprechende Excel-Tabelle finden, im NMS des Herstellers die zugehörigen Daten abrufen und anschließend die Verwaltung durchführen. Dies erfordert die Synchronisierung der Informationen auf beiden Seiten. Da die NMS-Plattform von OTN und die vom Techniker erstellte Excel-Tabelle zwei manuell erstellte Datensätze sind, kann es leicht zu Informationsabweichungen kommen. Jeder Fehler führt dazu, dass die Geschäftsinformationen nicht mit den tatsächlichen Gegebenheiten übereinstimmen. Dies kann sich wiederum auf den Geschäftsbetrieb bei Änderungen und Anpassungen auswirken. Daher werden die Gerätedaten des Herstellers über die Nord-Schnittstelle auf eine Managementplattform übertragen. Anschließend werden die Informationen der IP-Verbindung auf dieser Plattform abgeglichen, sodass die Informationen automatisch an die Serviceänderungen im bestehenden Netzwerk angepasst werden können. Dies gewährleistet eine zentrale Informationsverwaltung und eine einheitliche Datenquelle, um die Genauigkeit der Konfigurationsmanagementinformationen sicherzustellen.

Bei der Konfiguration der OTN-Dienstbereitstellung erstellen Sie die Informationsbeschreibung jeder Schnittstelle und erfassen anschließend OTN-Informationen über die vom OTN-NMS bereitgestellte Nord-Schnittstelle. Diese Beschreibung wird mit den vom IP-Gerät über die Nord-Schnittstelle erfassten Portinformationen verknüpft. Die plattformbasierte Verwaltung von OTN-Kanälen und IP-Verbindungen macht manuelle Informationsaktualisierungen überflüssig.

Bei der Nutzung des DCI-Übertragungsnetzes sollte die Konfiguration elektrischer Querverbindungen möglichst vermieden werden. Diese Methode ist in der Managementlogik äußerst komplex und nicht mit dem DCI-Netzwerkmodell kompatibel. Sie kann daher bereits zu Beginn der DCI-Planung vermieden werden.

4 Alarmmanagement

Aufgrund des komplexen Managementaufwands von OTN, der Signalüberwachung bei Fernübertragungen sowie der Multiplexierung und Verschachtelung verschiedener Dienste kann ein Fehler Dutzende oder Hunderte von Alarmmeldungen auslösen. Obwohl der Hersteller die Alarme in vier Stufen unterteilt und jeder Alarm eine eigene Bezeichnung hat, ist dies für den Betrieb und die Wartung durch Techniker äußerst kompliziert und erfordert erfahrenes Personal, um die Fehlerursache zu ermitteln. Die Fehlermeldefunktion herkömmlicher OTN-Geräte nutzt hauptsächlich SMS-Modems oder E-Mail-Push-Benachrichtigungen. Diese beiden Funktionen sind jedoch speziell für die Integration in die bestehende Netzwerk-Alarmmanagementplattform des Basissystems des Internetunternehmens konzipiert und mit hohen Entwicklungskosten verbunden. Daher besteht weiterer Handlungsbedarf. Die standardisierte Nord-Schnittstelle sammelt Alarminformationen, erweitert die Funktionen unter Beibehaltung der bestehenden relevanten Plattformen des Unternehmens und leitet den Alarm anschließend an den Betriebs- und Wartungstechniker weiter.

 

Für das Betriebs- und Wartungspersonal ist es daher erforderlich, dass die Plattform die durch OTN-Fehler generierten Alarminformationen automatisch zusammenführt und empfängt. Dazu muss zunächst die Alarmklassifizierung im OTN-NMS festgelegt und anschließend die Weiterleitung und Filterung auf der Alarminformationsmanagementplattform durchgeführt werden. Üblicherweise sendet das NMS alle Alarme der ersten und zweiten Kategorie an die Alarminformationsmanagementplattform. Diese analysiert dann die Alarminformationen einzelner Dienstunterbrechungen. Die wichtigsten Alarminformationen – optische Pfadunterbrechung und gegebenenfalls Schutzschaltalarme – werden an den Betriebs- und Wartungstechniker weitergeleitet. Diese drei Informationen können zur Fehlerdiagnose und -behebung verwendet werden. Bei der Einrichtung des Empfangs können Benachrichtigungen per Telefon für wichtige Alarme konfiguriert werden, beispielsweise für kombinierte Signalstörungen, die nur bei Glasfaserbrüchen auftreten.

 

DCI-Netzwerk

Alarm Chinesische Beschreibung

Alarmbeschreibung (Englisch) Alarmtyp Schweregrad und Einschränkung
OMS-Schicht Nutzlastsignalverlust OMS_LOS_P Kommunikationsalarm Kritisch (FM)
Kombinierter Signalverlust am Eingang/Ausgang MUT_LOS Kommunikationsalarm Notfall (FM)
OTS-Nutzlastverlust

Signal OTS_LOS_P Kommunikationsalarm Kritisch (FM)
OTS-Nutzlastverlustanzeige OTS_PMI Kommunikationsalarm Dringend (FM)
Die nach Norden gerichtete Schnittstelle des NMS, wie beispielsweise die derzeit von Huawei und ZTE Alang unterstützte XML-Schnittstelle, wird häufig auch zum Senden von Alarminformationen verwendet.

5 Leistungsmanagement

Die Stabilität des OTN-Systems hängt maßgeblich von den Leistungsdaten verschiedener Systemaspekte ab, darunter das optische Leistungsmanagement der Stammfaser, das optische Leistungsmanagement jedes Kanals im Multiplexsignal und das OSNR-Margenmanagement. Diese Daten sollten in das Überwachungsprojekt des Unternehmensnetzwerks integriert werden, um die Systemleistung jederzeit zu erfassen und gegebenenfalls zu optimieren und so die Netzwerkstabilität zu gewährleisten. Darüber hinaus ermöglicht die langfristige Überwachung der Faserleistung und -qualität die Erkennung von Änderungen in der Faserverlegung. Dadurch wird verhindert, dass Faserlieferanten die Verlegung ohne Benachrichtigung ändern, was zu Schwachstellen im Betrieb und bei der Wartung sowie zu Risiken in der Faserverlegung führen kann. Selbstverständlich erfordert dies eine große Datenmenge für das Modelltraining, um die Erkennung von Verlegungsänderungen zu optimieren.

6. DCN-Management

Das DCN (Direct Communication Network) bezeichnet hier das Management-Kommunikationsnetzwerk der OTN-Geräte (Over-the-Air-Tuning Network), das für die Netzwerkstruktur und die Verwaltung jedes Netzwerkelements des OTN verantwortlich ist. Das OTN-Netzwerk beeinflusst auch den Umfang und die Komplexität des DCN-Netzwerks. Im Allgemeinen gibt es zwei Methoden für DCN-Netzwerke:

1. Bestätigen Sie die aktiven und Standby-Gateway-NEs im gesamten OTN-Netzwerk. Alle anderen NEs sind Standard-NEs. Die Managementsignale aller Standard-NEs erreichen die aktiven und Standby-Gateway-NEs über den OSC-Kanal der OTS-Schicht im OTN und werden anschließend mit dem IP-Netzwerk verbunden, in dem sich das NMS befindet. Dadurch kann der Einsatz von Netzwerkkomponenten im IP-Netzwerk, in dem sich das NMS befindet, reduziert und das Netzwerkmanagementproblem durch das OTN selbst gelöst werden. Bei einer Unterbrechung der Trunk-Glasfaser sind jedoch auch die entsprechenden entfernten Netzwerkkomponenten betroffen und fallen aus dem Managementbereich aus.

2. Alle Netzwerkelemente des OTN-Netzwerks sind als Gateway-Netzwerkelemente konfiguriert. Jedes Gateway-Netzwerkelement kommuniziert unabhängig mit dem IP-Netzwerk, in dem sich das NMS befindet, ohne den OSC-Kanal zu nutzen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Managementkommunikation der Netzwerkelemente nicht durch eine Unterbrechung der Hauptglasfaser beeinträchtigt wird und die Netzwerkelemente weiterhin ferngesteuert verwaltet werden können. Da alle Elemente mit dem IP-Netzwerk verbunden sind, werden die Betriebs- und Wartungskosten für die zuständigen IP-Netzwerkmitarbeiter reduziert.

Zu Beginn des Aufbaus eines DCN-Netzwerks sollten die Netzwerkplanung und die IP-Adresszuweisung erfolgen. Insbesondere der Netzwerkmanagement-Server sollte bei der Bereitstellung so weit wie möglich von anderen Netzwerken isoliert werden. Andernfalls entstehen später zu viele Mesh-Verbindungen im Netzwerk, was zu Netzwerkjitter während der Wartung führt und die Verbindung normaler Netzwerkkomponenten beeinträchtigt. Dadurch können Probleme wie beispielsweise beim Gateway-Netzwerk auftreten, und die Produktionsnetzwerkadresse wird mit der Adresse des DCN-Netzwerks wiederverwendet, was das Produktionsnetzwerk beeinträchtigt.


Veröffentlichungsdatum: 19. Dezember 2022