Vor wenigen Tagen veröffentlichte LightCounting seinen neuesten Bericht zum Stand der optischen Kommunikationsindustrie. Die Agentur geht davon aus, dass sich die globale Lieferkette der optischen Kommunikationsindustrie in zwei Bereiche aufteilen könnte und der Großteil der Produktion außerhalb Chinas und der USA stattfinden wird.
Der Bericht wies außerdem darauf hin, dass Chinas Anbieter optischer Kommunikationslösungen beginnen, Teile ihrer Produktion in andere asiatische Länder zu verlagern und ihre Kunden in den USA weiterhin zu unterstützen, während sie gleichzeitig US-Zölle umgehen. Huawei und viele andere chinesische Unternehmen auf der „Entity List“ investieren massiv in den Aufbau lokaler Lieferketten für Optoelektronik. Ein Brancheninsider kommentierte gegenüber LightCounting: „Das ganze Land arbeitet rund um die Uhr, um sicherzustellen, dass Huawei über ausreichend IC-Chips verfügt.“
Die folgende Abbildung zeigt die Veränderungen in der Top-10-Liste der Anbieter optischer Module der letzten zehn Jahre. Bis 2020 haben die meisten japanischen und amerikanischen Anbieter den Markt verlassen, und die Platzierung chinesischer Anbieter, angeführt von InnoLight Technology, hat sich verbessert. Die Liste umfasst nun auch Cisco, das Anfang 2021 die Übernahme von Acacia und bereits vor einigen Jahren die von Luxtera abschloss. Auch Huawei ist nun vertreten, da LightCounting seine Analysestrategie geändert und Module von Geräteherstellern ausgeschlossen hat. Huawei und ZTE sind aktuell die führenden Anbieter von kohärenten 200G-CFP2-DWDM-Modulen. ZTE steht kurz vor dem Einzug in die Top 10 im Jahr 2020 und wird dies voraussichtlich auch 2021 schaffen.
LightCounting ist der Ansicht, dass Cisco und Huawei durchaus in der Lage sind, zwei unabhängige Lieferketten aufzubauen: eine mit Produktion in China und eine mit Produktion in den Vereinigten Staaten.
Veröffentlichungsdatum: 30. Juli 2021

