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Was ist das Strukturprinzip eines Wellenlängenmultiplexsystems?

Optisches Wellenlängenmultiplexverfahren (OWDM) ist eine Technologie zur Übertragung optischer Signale mit mehreren Wellenlängen in einer einzigen Glasfaser. Das Grundprinzip besteht darin, optische Signale unterschiedlicher Wellenlängen am Sender zu kombinieren (Multiplexing), sie zur Übertragung in dieselbe Glasfaser im Glasfaserkabel einzukoppeln und die kombinierten Signale am Empfänger wieder zu trennen (Demultiplexing). Nach weiterer Verarbeitung wird das ursprüngliche Signal wiederhergestellt und an verschiedene Endgeräte gesendet.

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WDM (Wellenlängenmultiplex) ist kein neues Konzept. Schon zu Beginn der Glasfaserkommunikation erkannte man, dass die enorme Bandbreite von Glasfasern für die Wellenlängenmultiplexübertragung genutzt werden kann. Vor den 1990er-Jahren gab es jedoch keinen großen Durchbruch in dieser Technologie. Die rasante Entwicklung – von 155 Mbit/s über 622 Mbit/s auf 2,5 Gbit/s – führte dazu, dass sich die TDM-Datenrate in den letzten Jahren vervierfacht hat. Wenn eine Technologie so schnell voranschreitet, wird anderen Technologien oft wenig Beachtung geschenkt. Um 1995 markierte ein wichtiger Wendepunkt in der Entwicklung des WDM-Systems die damaligen Rückschläge bei der 10-Gbit/s-TDM-Technologie. Viele konzentrierten sich fortan auf das Multiplexen und die Verarbeitung optischer Signale. Erst dann fand das WDM-System weltweit breite Anwendung.


Veröffentlichungsdatum: 20. Juni 2022