Der Ausbau von Glasfasernetzen nimmt aufgrund des Bedarfs an hohen Datenübertragungsraten stetig zu. Mit dem wachsenden Glasfasernetz wird die Verwaltung optischer Transportnetze jedoch komplexer. Bei der Glasfaserverkabelung müssen zahlreiche Faktoren berücksichtigt werden, darunter Flexibilität, zukünftige Erweiterbarkeit sowie Installations- und Verwaltungskosten. Um große Glasfasermengen kostengünstiger und flexibler zu handhaben, werden verschiedene Glasfaserverteiler (ODFs) zum Verbinden und Verteilen der Fasern eingesetzt. Die Wahl des richtigen Glasfaserverteilers ist entscheidend für ein erfolgreiches Kabelmanagement.
Einführung in optische Verteilerrahmen (ODF)
Eine optische VerteilungEin Glasfaserrahmen (ODF) dient der Kabelverbindung zwischen Kommunikationseinrichtungen und integriert Glasfaserspleiße, Glasfaseranschlüsse, Glasfaseradapter und -stecker sowie Kabelverbindungen in einer einzigen Einheit. Er schützt die Glasfaserverbindungen zudem vor Beschädigungen. Die grundlegenden Funktionen der von den heutigen Anbietern angebotenen Glasfaserrahmen sind nahezu identisch. Sie sind jedoch in verschiedenen Formen und Größen erhältlich. Die Auswahl des richtigen Glasfaserrahmens ist daher keine leichte Aufgabe.
Arten von optischen Verteilerrahmen (ODF)
Nach ihrer Struktur lassen sich ODFs im Wesentlichen in drei Typen unterteilen: wandmontierte ODFs, bodenmontierte ODFs und rackmontierte ODFs.
Wandmontierte optische Verteilerkästen (ODF) sind in der Regel kompakt und eignen sich zur Wandmontage sowie zur Verteilung einer geringen Anzahl von Glasfasern. Standgeräte hingegen sind geschlossen und zeichnen sich durch eine relativ feste Faserkapazität und ein ansprechendes Design aus.
Rackmontierte optische Verteiler (ODFs) (siehe Abbildung unten) sind in der Regel modular aufgebaut und robust. Sie lassen sich je nach Anzahl und Größe der Glasfaserkabel flexibel im Rack montieren. Dieses Lichtverteilungssystem ist komfortabler und bietet mehr Möglichkeiten für zukünftige Erweiterungen. Die meisten Rackmontagen verfügen über einen 19-Zoll-ODF, wodurch sie optimal in gängige Standard-Verteilerracks passen.
Auswahlleitfaden für optische Verteilerrahmen (ODF)
Die Auswahl von ODF beschränkt sich nicht nur auf die Struktur, sondern sollte auch viele andere Faktoren wie die Anwendung berücksichtigen. Einige der wichtigsten werden im Folgenden aufgeführt.
Die Anzahl der Glasfasern: Mit der zunehmenden Anzahl von Glasfaserverbindungen, beispielsweise in Rechenzentren, ist die Nachfrage nach hochdichten Glasfaserverteilern (ODF) zum Trend geworden. Glasfaserkabel mit 24, 48 oder sogar 144 Ports sind mittlerweile weit verbreitet. Viele Anbieter fertigen zudem kundenspezifische ODFs nach individuellen Vorgaben.
Verwaltbarkeit: Hohe Dichte ist zwar vorteilhaft, erschwert aber die Verwaltung. ODF sollte Technikern eine einfache Handhabung ermöglichen. Grundvoraussetzung ist ein leichter Zugang zu den Anschlüssen vor und nach den Ports zum Ein- und Ausstecken. Dafür muss ausreichend Platz vorhanden sein. Außerdem sollte die Farbe des auf dem ODF installierten Adapters mit dem Farbcode des Glasfasersteckers übereinstimmen, um Fehlverbindungen zu vermeiden.
Flexibilität: Wie bereits erwähnt, bieten Rackmount-ODFs in modularen Designanwendungen eine hohe Flexibilität. Ein weiterer Faktor, der die Flexibilität des ODFs deutlich erhöhen kann, ist die Portgröße der Adapter. Beispielsweise kann ein ODF mit einem LC-Duplex-Adapteranschluss sowohl LC- als auch SC- oder MRTJ-Adapter aufnehmen. ODFs mit ST-Adapteranschlüssen sind mit ST- und FC-Adaptern kompatibel.
Schutz: Der optische Verteilerrahmen (ODF) verfügt über integrierte Glasfaserverbindungen. Glasfaserverbindungen wie Spleiße und Steckverbinder sind im gesamten Übertragungsnetz äußerst empfindlich und haben direkten Einfluss auf dessen Stabilität und Zuverlässigkeit. Daher sollte ein hochwertiger ODF über einen Schutz verfügen, um Beschädigungen der Glasfaserverbindungen durch Staub oder Druck zu verhindern.
abschließend
ODF (Optical Distribution Frame) ist der beliebteste und vielseitigste Glasfaserverteiler. Er senkt die Kosten bei Installation und Wartung und erhöht die Zuverlässigkeit und Flexibilität des Glasfasernetzes. Hochdichte ODFs sind ein Trend in der Telekommunikationsbranche. Die Wahl des richtigen ODF ist komplex und erfordert eine umfassende Abwägung von Anwendung und Management. Faktoren wie Struktur, Faseranzahl und Schutz sind dabei nur die Grundlagen. Ein ODF, der die aktuellen Anforderungen erfüllt und zukünftiges Wachstum sowie einfache Erweiterung ermöglicht, ohne Kompromisse bei Kabelmanagement oder Dichte einzugehen, lässt sich nur durch sorgfältigen Vergleich und Abwägung verschiedener Optionen finden.
Veröffentlichungsdatum: 05.09.2022

