• Kopfbanner

Wie funktioniert das optische Faser-Transceiver-Modul SFP?

1. Was ist ein Transceiver-Modul?

Transceiver-Module sind, wie der Name schon sagt, bidirektional, und SFP gehört dazu. Das Wort „Transceiver“ setzt sich aus „Sender“ und „Empfänger“ zusammen. Daher kann es sowohl als Sender als auch als Empfänger fungieren und so die Kommunikation zwischen verschiedenen Geräten ermöglichen. Zum Modul gehört der sogenannte Anschluss, in den das Transceiver-Modul gesteckt wird. SFP-Module werden in den folgenden Kapiteln detaillierter beschrieben.
1.1 Was ist SFP?

SFP steht für Small Form-factor Pluggable (kleiner Formfaktor, steckbar). SFP ist ein standardisiertes Transceiver-Modul. SFP-Module ermöglichen Gigabit-Geschwindigkeiten in Netzwerken und unterstützen Multimode- und Singlemode-Fasern. Der gängigste Schnittstellentyp ist LC. Die kompatiblen Fasertypen lassen sich auch optisch anhand der Farbe der Zuglasche des SFP-Moduls erkennen (siehe Abbildung B). Ein blauer Zuglaschenring kennzeichnet in der Regel Singlemode-Kabel, ein brauner Ring Multimode-Kabel. Es gibt drei SFP-Modultypen, die sich nach ihrer Übertragungsgeschwindigkeit unterscheiden: SFP, SFP+ und SFP28.
1.2 Worin besteht der Unterschied zwischen QSFP?

QSFP steht für „Quad Form-factor Pluggable“. QSFP kann vier separate Kanäle aufnehmen. Wie bei SFP können sowohl Singlemode- als auch Multimode-Fasern angeschlossen werden. Jeder Kanal kann Datenraten von bis zu 1,25 Gbit/s übertragen. Die Gesamtdatenrate beträgt somit bis zu 4,3 Gbit/s. Bei Verwendung von QSFP+-Modulen können die vier Kanäle gebündelt werden. Dadurch erhöht sich die Datenrate auf bis zu 40 Gbit/s.


Veröffentlichungsdatum: 22. August 2022